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Prolog

Die Geschichte ist ein gar komisch` Ding! Manch einer wäre eines ehrerbietigen Gedenkens würdig und manch anderer wäre es wert, aus den Annalen getilgt zu werden. Doch ist es die schwere Bürde eines jeden Chronisten, nicht festzuhalten, was gefällt, sondern zu schreiben, was war...

Reginald Puchtrucker,

 im Vorwort seiner bisher unvollendeten Chronik von Zwergenbergen

Es war einmal vor langer Zeit...
Lange bevor die ersten menschlichen Siedler das Dorf Zwergenbergen gründeten, lebten Zwerge und Orks friedlich nebeneinander in der heutigen Region Zwergenbergen. Da die Orks Jäger und Sammler, die Zwerge hingegen Bergarbeiter und Schmiede waren, kam es nie zu Zwistigkeiten.

Vor 50 Jahren
Die ersten Menschen besiedeln Darkland. Das Leben auf diesem unwirtlichen Kontinent erfordert damals noch echten Pioniergeist, Muskelkraft und Geschick.

Vor 35 Jahren
In Korum wird eine neue Zeitrechnung für Darkland beschlossen, seither gilt dieses Jahr als „Jahr Null“. Immer neue Expeditionen brechen ins Landesinnere auf. Neue Siedlungen wachsen und gedeihen.

Im Jahre 10
Gründung von Zwergenbergen. Unter den Gründervätern befindet sich der honorige Karl Strupp (inzwischen bereits verstorben).

Im Jahre 12
Aus Habgier beginnen die Zwerge, einen Stollen in einen Berg zu treiben, der ihren orkischen Nachbarn als heilig gilt. Diese vergelten es den Langbärten mit Krieg. Beide Völker legten all ihre Ressourcen in diesen Kampf, wobei die Menschen aus Zwergenbergen aber neutral bleiben.

Im Jahre 13
Nach einem Jahr voller Zwiespalt, Gewalt und Entbehrung steht immer noch kein Sieger fest. Daher wird ein Friedensvertrag zwischen Zwergen und Orks ausgehandelt.
Der Winter ist der härteste seit langem.

Im Jahre 14
Die Zwerge haben es während des Krieges versäumt, Vorräte anzuhäufen und sind bald dem Hungertod nahe. Die Menschen helfen ihnen mit Nahrungsmitteln und beide Völker überleben gerade noch unbeschadet. Aus Dank überlassen die Zwerge den Menschen gegen ein gewisses Entgelt das Handelsmonopol auf das zwergische Erz der Region.
Als alleiniger Erz-Gesellschafter wird Karl Strupp bestimmt, ein Mann, der sich nach dem Krieg um das Wohl der Zwerge verdient gemacht hat. 18 Jahre lange erfüllt er dieses Amt im vollsten Vertrauen aller Beteiligten.

Im Jahre 33
Die Ereignisse überschlagen sich förmlich:
Durch eine Intrige des Verbrechersyndikats derer von Krähenhäuser findet Strupp sen. den Tod und es gibt ein langes Ringen um einen geeigneten Nachfolger für diesen Posten, bei dem auch die Bruderschaft der Karkas und die Phönix-Garde Einfluss nehmen.
Nachdem alle Kandidaten aus verschiedenen Gründen ausgeschieden sind und das Amt eigentlich auf Jason Ogrich übertragen worden wäre, taucht unerwartet Ewald Strupp, der Sohn von Karl Strupp, aus dem Zwergenreich auf.
Die Infrastruktur der Krähenhäuser im Raum Zwergenbergen wird größtenteils zerschlagen, ein gewaltsamer Übernahmeversuch durch die Karkas scheitert ebenfalls.
In den Wirren dieser Kämpfe kommt Ewald Strupp ums Leben. Im Nachfolgenden wurde daher Jason Ogrich als letzter verbliebener Kandidat auf den Posten des Konzessionsinhabers vereidigt und führt seitdem die Geschäfte für den Kontor.

Im Jahre 34
Die Exporte des Kontors sind stetig angestiegen, derweil der Krieg auf Darkland zwischen der Bruderschaft der Karkas und der Phönix-Garde einen neuen Höhepunkt erreicht: Aus bisherigen einzelnen Konflikten um Punkte von strategischer Bedeutung sind nun flächendeckende Feldschlachten geworden.
Nichtsdestotrotz herrscht in Zwergenbergen eine Lebensqualität, die sich hinter der der Hauptstadt Korum nicht zu verstecken braucht: Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte Zwergenbergens ist die Gründung der Zwergenbergener Gilde: Hier wird an neuen Technologien in den Bereichen Erzabbau, -veredelung und –verarbeitung geforscht und gearbeitet.

Im Jahre 35
Die Geschichte Zwergenbergens harrt derer, die bereit sind, an ihr mitzuschreiben...